
Jagdschloss Springe
Das Jagdschloss entstand in den Jahren 1836 bis 1842, zunächst eingeschossig mit niedrigem Dachausbau. Die dazugehörigen Forst- und Jagdhäuser kamen in mehreren Bauabschnitten bis 1912 hinzu.
Gleich zu Beginn entstand im Kleinen Deister bei Springe der Saupark, ein 1.600 ha großer, von einer 16 km langen Mauer umgebener Wildpark, als zunächst königlich- hannoversches, später kaiserliches Hofjagdrevier.
Nach wechselvoller Verwendung im Wandel der Geschichte kam das Jagdschloss 1965 in die Obhut der Landesforstverwaltung zurück und in den Jahren von 1988 bis 1993 wurde das Untergeschoss durch aufwändige Renovierung im klassizistischen Stil wieder hergestellt.
Der Lavessaal, das ursprüngliche Speisezimmer, zeigt die prachtvollste klassizistische Innenausstattung im Schloss. Eine sorgfältige Restaurierung legte die Wand- und Deckenmalereien frei, die bis dahin unter mehreren Farbschichten verborgen waren.
Der Kaisersaal, als Anbau im Jahre 1880 unter preußischer Herrschaft neu erstellt, wurde nach wechselvoller Verwendung in den Jahren 1999 bis 2000 wieder im originalen, alten Glanz hergerichtet. Auch seine Möblierung und Ausstattung entspricht dem kaiserlichen Geschmack der Jahrhundertwende.
Die übrigen Räume im Erdgeschoss beherbergen das Museum für Natur, Jagd und Kultur mit einer naturkundlichen Dauerausstellung. Ergänzend bietet das Jagdschloss Sonderausstellungen und eine jährliche Vortragsreihe an. Außerdem veranstaltet der Kulturkreis Springe regelmäßig Konzerte im Jagdschloss.
In den beiden Obergeschossen beherbergt das Jagdschloss den Jägerlehrhof als Ausbildungsstätte der Landesjägerschaft Niedersachsen. Vielfältige Seminare zu unterschiedlichen Themen der Bereiche Jagd und Natur finden hier statt.
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